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Stressfraktur
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Inhalte aus dem Newsletter - Medizinisches
Geschrieben von Renate Schulenberg   
Friday, 25. May 2007

Stressfraktur - Ermüdungsbruch

Viele Läufer haben diese Begriffe sicher schon mal gehört oder gelesen. Es handelt sich hierbei um Knochenbrüche, die allein durch eine Überlastung entstehen, ohne dass von außen Gewalt auf den Knochen einwirkt.Aber wie kann das geschehen?
So ein Knochen ist doch sehr hart und im Laufe der Evolution entstanden, um unserem Körper Stabilität zu geben. Ohne Knochen wären wir nur ein unförmiger Haufen Fleisch. Laufen hat einen immer wiederkehrenden Bewegungsablauf. Bei einem 10 km-Lauf landet der Läufer ca. 5000 mal auf dem einen Fuß. Je nach Geschwindigkeit und Gelände müssen bei jedem Schritt das 2-8fache des Körpergewichts aufgefangen werden. Wen wundert es nun noch, dass der ein oder andere Knochen seinen Dienst quittiert?

Bei Läufern sind besonders häufig die Knochen des Mittelfußes und des Unterschenkels betroffen. Für den Läufer sind natürlich die Ursachen besonders interessant, die man durch einfache Maßnahmen beeinflussen kann:

Frauen in und nach den Wechseljahren und Frauen mit Menstruationsstörungen sind besonders gefährdet. Sie müssen ganz bewusst in der Ernährung auf Calcium- und Vitamin D-Gehalt achten. Es gibt viele Nahrungsergänzungsmittel in Form von Brausetabletten, Pulvern und Tabletten hierfür. Rücksprache mit dem Hausarzt ist vor dem Gebrauch dieser Präparate sinnvoll.
Aber auch Männer, die sich unausgewogen ernähren, können eine reduzierte Knochendichte haben.

2. Überlastung – einseitige Belastung:

Trainingsfehler (Intensität zu schnell erhöht, Sprungläufe…), Fehlstellungen in Knie oder Sprunggelenk, unzureichende Dämpfung der Schuhe können hier Ursache sein. Trainingsveränderungen sollten immer langsam eingeführt werden.
Bei körperlichen Problemen ist eine professionelle Schuhanalyse wichtig, evt. ergänzt durch die Beurteilung eines Orthopädieschuhmachers.
Die hochtechnisierten Laufschuhe von heute bieten gute Dämpfungseigenschaften, aber wenn immer derselbe Schuh getragen wird, wird der Fuß immer in derselben Art und Weise unterstützt/entlastet. Deshalb ist es wichtig, dass Läufer, die mehr als 30-40 km pro Woche laufen unterschiedliche Laufschuhe tragen sollten.

Zudem ist die aktive Kräftigung der Fußmuskulatur durch barfuss laufen zu Hause, auf Grasflächen oder am Strand empfehlenswert. Aber nicht zu lange und zu intensiv!

Noch ein kurzes Wort zu den Dämpfungseigenschaften der Laufschuhe:

1. nach 800-1000 km sind diese meistens aufgebraucht. Leider sieht man das dem Schuh in den meisten Fällen von außen nicht an!

2. nach einem Lauf haben die Dämpfungselemente mindestens 24 Stunden Ruhe nötig, um die ursprüngliche Elastizität zurück zu gewinnen.

3. Einmal waschen in der Waschmaschine – und das war es mit der ausgeklügelten Materialtechnologie in den Dämpfungen!

 
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